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Politik

Zambia wählten Präsidenten: Wahlkampf um eine zweite Amtszeit

Wirtschaftliche Sorgen und politische Spaltungen prägten die Abstimmung

Zambianer stimmten bei der Wahl des Präsidenten und des Parlaments ab, wobei über acht Millionen Wähler ihre Stimme abgeben konnten. Die Wahl diente als Prüfung für Zambias Ruf als eine der stabilsten Demokratien Afrikas, inmitten von Bedenken hinsichtlich der Erosion politischer Freiheiten. Arbeitslosigkeit und die steigenden Lebenshaltungskosten stellten zentrale Anliegen für die Wählerschaft dar.

Präsident Hakainde Hichilema strebte eine zweite Amtszeit an, nachdem er Zambien durch eine wirtschaftliche Erholung geführt hatte. Dennoch beklagten viele Bürger, dass die Lebenshaltungskosten weiterhin hoch blieben. Die Wahl bot eine klare Konfrontation zwischen dem Amtsinhaber und seinem Hauptgegner Brian Mundubile. Mundubile, ein ehemaliger Minister der Patriotic Front (PF)-Regierung von 2011 bis 2021, zog Unterstützung von Unterstützern des verstorbenen ehemaligen Präsidenten Edgar Lungu an.

Die politischen Gräben vertieften sich durch den bitteren Streit um den Leichnam von Lungu, dessen Körper in Südafrika unbestattet blieb. Dieser Konflikt verstärkte die politischen Spaltungen in Zambien erheblich. Hichilema, der 64 Jahre alt war, gewann 2021 seine sechste Wahl und setzte auf die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie auf eine ehrgeizige Infrastrukturmaßnahme, um eine weitere fünfjährige Amtszeit zu sichern.

Die Stimmung unter den Wählern zeigte Frustration. Ein junger Student äußerte, dass die Wahl ein 50-50-Rennen sei und deshalb alle frühzeitig zur Veränderung erschienen seien. Andere Wähler äußerten ihre Unzufriedenheit mit den Berichten über den wirtschaftlichen Fortschritt und stimmten Mundubile zu. Ein Kandidat benötigte mehr als fünfzig Prozent der Stimmen, um allein zu gewinnen oder ein Nachwahlverfahren zu vermeiden.

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