Die schwedische Popkünstlerin Zara Larsson verurteilte das Weiße Haus scharf, nachdem es eines ihrer bekanntesten Lieder in einem Social-Media-Clip zur Durchsetzung von Migrationsgesetzen verwendete. Der Ausschnitt nutzte Larssons Song „Midnight Sun“ in einem Video, das angeblich Kontrollen und Abschiebungen darstellte. Das Video trug die Unterschrift „endlose Deportationen“ und spielte auf die Zeilen des Liedes an. Obwohl der Clip inzwischen aus dem Beitrag entfernt wurde, blieb das Video auf dem TikTok-Feed des Weißen Hauses sichtbar.
In einem dreiminütigen Kommentarvideo äußerte Larsson den Clip als „entmenschlichend“ und verknüpfte ihn mit einer wachsenden Liste von Künstlern, darunter Sabrina Carpenter und Ariana Grande, die die Trump-Administration aufforderten, ihre Musik nicht zu verwenden. Larsson betonte, dass die Darstellung der Personen im Video nicht nur eine politische Aussage darstellte, sondern eine Verharmlosung von Menschen. Sie erklärte, dass die Mehrheit dieser Personen, die unerlaubt in den Vereinigten Staaten lebten, normale Menschen seien, die Arbeit besaßen und ein besseres Leben anstrebten.
Die Künstlerin kritisierte die Verwendung ihrer Musik als Mittel zur Spaltung der Gesellschaft. Sie argumentierte, dass die Zeilen des Liedes eine Verbindung zwischen Mensch und Natur beschrifteten, was im Widerspruch zur Art und Weise stand, wie das Weiße Haus die Musik nutzte. Larsson beschuldigte die Regierung, ihre Musik zur Verbreitung von Spaltungen eingesetzt zu haben. Diese Kritik folgte auf frühere Vorfälle, bei denen andere Künstler ebenfalls warnten. Zum Beispiel verschwand Taylor Swifts saisonaler Song „August“ aus einem Beitrag der Trump-Administration, und ein Lied von Olivia Rodrigo ging nach einer Warnung der Künstlerin wegen „hassvoller Propaganda“ aus einem Video.
Das Weiße Haus sah sich durch die Interventionen der Künstler gezwungen, verschiedene Lieder aus ihren Feeds zu entfernen. Die Fälle zeigten, dass die Nutzung von Musik in sozialen Medien zu direkten Reaktionen und Forderungen nach Unterlassung führte. Die Auseinandersetzung unterstrich die zunehmende Sensibilität bezüglich der Verwendung kultureller Werke in politischen Kontexten.