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Kultur

Armenisch-libanesische Küche gewann Preis bei Gourmet Traveller

Auszeichnungen beleuchteten Migrationsgeschichte und kulinarische Vielfalt in Australien

Das Restaurant Zareh in Melbourne erhielt den Preis für das Restaurant des Jahres von Gourmet Traveller. Diese Auszeichnung verlieh sich in einer Kategorie, die historisch von europäisch geprägter Küche und gehobenen gastronomischen Einrichtungen dominiert wurde. Die Speisekarte des Restaurants stammte aus den armenischen, ägyptischen und libanesischen Hintergründen der Mitbesitzer Tom Sarafian und Jinane Bou-Assi. Beispielsweise wurde die aish baladi, ein ägyptisches Fladenbrot, mit Mehl zubereitet, das auf der Mornington Peninsula gemahlen wurde. Die Kafta nayyah bestand aus rohem gemahlenem Lamm aus Tasmanien und Victoria, und der Hummus wurde mit Spannerkrabbe garniert. Das Restaurant Zareh eröffnete im August 2025 und benannte sich nach Sarafians Großvater.

Sarafian äußerte sich zur Anerkennung im Rahmen der Preisverleihung. Er sprach von dem Phänomen des Imposter-Syndroms, da das Konzept nicht dem Fine Dining entsprach, betonte jedoch, dass sie Teil einer neuen Szene seien, welche die Küche auf eine andere Weise behandelte. Er verzeichnete zudem die Bedeutung der kulturellen Verbindung, indem er das Restaurant als eine Liebeserklärung an Libanon darstellte und die Begegnung als eine interkulturelle Feier bezeichnete.

Bei der Preisverleihung in Sydney thematisierten die Gewinner häufig die Migrationsgeschichte Australiens und deren Einfluss auf die lokale Essensszene. Beppi’s, ein italienisches Restaurant mit 70 Jahren in Sydney, gewann den Preis für „anhaltende Exzellenz“. Der Eigentümer Marc Polese würdigte die Einwanderer, die ihre Branche ermöglichten, und erinnerte an seine eigene Herkunft.

Auch die jüngeren Talente erhielten Anerkennung. Saavni Krishnan und Aditya Suresh, die den Preis für ihre „moderne indische“ Küche erhielten, wurden als erste Generation Migranten Australiens gewürdigt. Suresh erklärte, dass die indische Küche mehr als nur eine Curry-Schale sei. Sam Young erhielt die Auszeichnung als Restaurantpersönlichkeit für seine Präsenz im Frontbereich.

Zusätzlich erhielt die Chef Stephanie Alexander eine herausragende Anerkennung für ihren Beitrag zur Gastfreundschaft. Ihr wegweisendes Kochbuch markierte in diesem Jahr sein dreißigjähriges Jubiläum. Die Preisverleihung markierte zudem das 60. Jahr der Zeitschrift Gourmet Traveller, die 1966 als Australian Gourmet Magazine erschien.

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