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Wissenschaft

Zeitlich begrenzte Nahrungsaufnahme reduzierte kognitiven Abbau bei älteren Frauen

Forschungen deuteten darauf hin, dass die Einschränkung der Essenszeiten und die Vermeidung von Nahrung vor dem Schlafengehen den geistigen Fähigkeiten zugutekamen.

Forschende fanden Hinweise darauf, dass die Beschränkung der Nahrungsaufnahme auf einen neunstündigen Zeitraum und die Vermeidung von Speisen vier Stunden vor dem Schlafengehen den kognitiven Abbau im Alter verlangsamen konnten. Eine Pilotstudie bei älteren Frauen mit Übergewicht oder Adipositas zeigte eine Verbesserung der mentalen Fähigkeiten bei jenen, die sich in diesem begrenzten Zeitraum ernährten, im Vergleich zu jenen, die ihre Mahlzeiten über einen längeren Zeitraum verteilten.

Die Ergebnisse waren zwar vorläufig, doch die Studie suggerierte, dass Menschen ihre kognitiven Fähigkeiten durch das Einhalten eines relativ engen Essensfensters und das Vermeiden späten Essens zur Nachtzeit schützen konnten. Professorin Sue Shapses, eine ernährungswissenschaftliche Expertin an der Rutgers University, bemerkte, dass Gewichtsverlust zwar den kognitiven Verfall verlangsamen konnte, aber zusätzliche Vorteile für jene bot, die außerhalb eines acht- bis neunstündigen Zeitraums aßen und vor dem Schlafengehen aufhörten zu essen.

Shapses führte eine klinische Untersuchung durch, in welcher 47 Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die mit Übergewicht oder Adipositas lebten, für sechs Monate eine Kalorienreduktion von 500 kcal vorgenommen. Innerhalb dieser Gruppe empfahl man 26 Frauen, sich strikt auf ein neunstündiges Essensfenster zu beschränken, typischerweise zwischen zehn Uhr vormittags und sechs Uhr abends. Obwohl beide Gruppen ähnliche Gewichtsverluste erzielten, zeigten die kognitiven Tests, dass die Gruppe, die ihre Nahrungsaufnahme auf das enge Fenster beschränkte, bei Tests zur räumlichen Planung und Problemlösung besser abschnitt. Zudem zeigten sie weniger Fehler bei Tests zum Gedächtnis und zum Lernen, wenngleich bei Tests zur Multitasking-Fähigkeit und Reaktionszeit keine signifikanten Unterschiede auftraten.

Die Forscher bezeichneten die Effekte als bescheiden, betonten jedoch, dass die zeitlich begrenzte Nahrungsaufnahme die Fähigkeit der Menschen zur Informationsspeicherung für alltägliche Aufgaben verbessern und Fehler im Gedächtnis, der Aufmerksamkeit und der Problemlösung reduzieren konnte. Die Mechanismen hinter diesen Vorteilen lagen in einer komplexen Wechselwirkung zwischen zirkadianen Rhythmen, dem Stoffwechsel und Entzündungen.

Expertinnen wie Professorin Wendy Hall, Leiterin der Ernährungsforschung am King’s College London, befürworteten diesen Ansatz. Sie argumentierte, dass die Einschränkung der Essenszeiten für die kognitive Gesundheit bei Erwachsenen mit Übergewicht im mittleren und höheren Lebensalter plausibel sei. Sie führte aus, dass die Vermeidung großer Mahlzeiten am späten Abend die Blutzuckerkontrolle, die vaskuläre Funktion und die Entzündungsmarker verbessern konnte. Hall mahnte jedoch zur Vorsicht und betonte, dass die Ergebnisse vorläufig seien und die vollständige, begutachtete Studie notwendig sei, um festzustellen, ob die Verbesserungen klinisch bedeutsam waren.

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