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Zelensky warnte Belarus: Ukraine würde Gegenmaßnahmen ergreifen

Drohnenangriffe auf Ölraffinerie; humanitäre Lage bleibt kritisch

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mahnte Belarus eindringlich, bestimmte Relaisstationen zu demontieren, die für russische Drohnenangriffe auf die Ukraine genutzt wurden. Selenskyj drohte mit Gegenmaßnahmen, sollte Belarus diese Forderung nicht erfüllen. Er erklärte, dass Kyiv andernfalls die notwendigen Schritte durchsetzen würde, indem es selbst handelte. Der Präsident nannte vier Relaisstationen, die der russischen Militäraktivität dienten, und forderte die belgische Regierung zu sofortigem Handeln auf.

Diese Warnung erfolgte im Kontext eines jüngsten Angriffs der Ukraine auf eine russische Ölraffinerie in Sibirien, die über zweitausend Kilometer östlich der ukrainischen Grenze lag. Die Raffinerie in Tyumen, eine der modernsten Anlagen des Landes, besaß eine nominale Kapazität von etwa acht Millionen Tonnen pro Jahr. Parallel dazu warnte Selenskyj über eine bevorstehende massive russische Attacke und rief die Bevölkerung zur besonderen Vorsicht auf, da russische Angriffe in verschiedenen Regionen bereits mindestens sechs Todesopfer nach sich zogen.

Die militärische Lage in der Ukraine hatte sich in den letzten Monaten verlangsamt und stand nahezu still. Dies führte dazu, dass die Anführer der G7 bei einem Gipfel die Verschiebung des Kriegsgeschehens anerkannten. Gleichzeitig blieb die humanitäre Krise ungelöst. Der Leiter des Internationalen Rettungsausschusses betonte, dass die stärkere Position der Ukraine die Notlage von Millionen vertriebener Ukrainer nicht milderte. Diese Situation verschlechterte sich durch Kürzungen der Hilfsgelder, die von den Vereinigten Staaten angeführt wurden.

Im Rahmen seiner Besuche in der Ukraine diskutierte Selenskyj auch diplomatische Wege. Er akzeptierte ein Angebot von dem brasilianischen Führer Luiz Inácio Lula da Silva, um an einem Friedensabkommen im Krieg in der Ukraine mitzuwirken. Der Botschafter Selenskyj erklärte, dass die beiden Präsidenten Kontakt mit den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates aufnehmen würden, um eine diplomatische Wiederbelebung zu erreichen.

Zusätzlich zu diesen Entwicklungen berichtete die russisch besetzte Kernkraftanlage in Saporischschja, die externe Stromversorgung wiederhergestellt hatte. Die Anlage, die für die Kühlung des Kernmaterials zwei externe Stromleitungen benötigte, berichtete über die Wiederherstellung der externen Energie. Die ukrainische Energiebehörde erklärte, dass die russische Militäraktivität für die Unterbrechung verantwortlich war, was die 20. solche Vorkommnisse seit der umfassenden Invasion Russlands im Februar 2022 darstellte.

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