Eine Reihe neuer Zölle verhängten die nordamerikanischen Nachbarn im Zuge der jüngsten Eskalation des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada. Diese bitteren wirtschaftlichen Auseinandersetzungen begannen, als der US-Präsident Donald Trump seine Handelsstrategie nach seiner Rückkehr in die Präsidentschaft kündigte. In dieser Woche vollzog der Kanadische Premierminister Mark Carney die jüngste Maßnahme, indem er Vergeltungszölle auf eine Vielzahl von US-Waren auflegte, nachdem Trump eigene Erhöhungen androht hatte.
Die Auswirkungen dieser Zollerhöhungen betrafen weitreichende Sektoren. Im Automobilbereich drohten die Verhandlungen über Zölle auf kanadische Fahrzeuge von fünfundzwanzig auf fünfzig Prozent für das Jahr 2027. Obwohl Hersteller bisher den Großteil der Kosten absorbierten, zeigte sich, dass diese Puffer schrumpften. Die drohenden Zölle auf Autos, Lastwagen und Ersatzteile würden die Kosten für Verbraucher schneller in die Endpreise einfließen lassen und die Nachfrage nach Luxusfahrzeugen und Geländewagen ankurbeln.
Im Bausektor wurden ebenfalls Importzölle auf Baumaterialien wie Stahl, Aluminium und Holzprodukte verhängt, wobei Kanada die US-Sätze für Metalle auf fünfzig Prozent anpasste. Bauunternehmen, die diese Materialien importierten, sahen sich höheren Kosten ausgesetzt und mussten diese entweder an die Kunden weitergeben oder die Unsicherheit in den Lieferketten hinnehmen. Die Industrie forderte eine Entlastung, um die Kosten für den Wohnungsbau zu stabilisieren.
Ein weiterer Fokus der Maßnahmen lag auf Konsumgütern. Kanada zielte gezielt auf Artikel wie Teppiche, Waschmaschinen, Möbel und Küchenutensilien ab. Experten prognostizierten, dass Verbraucher bei solchen Gütern eher auf inländische Alternativen zurückgriffen. Carneys Reaktion zielte darauf ab, die Belastung für die Haushalte so gering wie möglich zu halten, indem er Güter wählte, die leicht durch inländische Lieferanten ersetzt werden konnten.
Auch der Alkoholhandel erlebte eine Verschiebung. Einige Provinzen Kanadas hatten US-Alkoholimporte im Zuge früherer Zölle verboten, was den Export der amerikanischen Spirituosen stark reduzierte. Die Bemühungen, den Konsum von US-Getränken zu reduzieren, hatten einen deutlichen Einfluss auf die amerikanische Alkoholindustrie. Die Unsicherheit in den Handelsbeziehungen beeinflusste zudem die langfristige Perspektive des US-Kanada-Mexiko-Abkommens und erhöhte die Befürchtungen hinsichtlich zukünftiger Handelsgespräche.
Obwohl die direkten Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten für US-Verbraucher gering blieben, erzeugten die Handelsspannungen erhebliche Unsicherheit für Unternehmen. Die Gefahr, dass Exporteure, beispielsweise im Möbelbereich, durch hohe Zölle existenziell bedroht wurden, stellte die größte Bedrohung für die Haushalte dar. Die Gesamtkosten für eine durchschnittliche amerikanische Familie wurden auf etwa drei Dollar geschätzt, doch bei Berücksichtigung des breiteren globalen Handelskonflikts stiegen diese Kosten auf Tausende von Dollar an.