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Wirtschaft

Zugverbindung Finland-Schweden: Erste Bahnverbindung zwischen Nordfinnland und Südeuropa

Nach Jahrzehnten der Unterbrechung begann eine neue, zweitägliche Strecke den Betrieb.

Eine neue Passagierzugverbindung verband Finnland und Schweden erstmals seit Jahrzehnten. Diese Bahnlinie schuf die erste Schienenverbindung zwischen Nordfinnland und Südeuropa. Kurz nach fünf Uhr morgens (04:00 BST) am Montag setzte ein Doppelstockzug von Oulu in Finnland los und fuhr über die Grenze nach Schweden. Bei der Inauguralfahrt überquerte der Zug den Torne-Fluss und fuhr in die Station Haparanda ein, wo er von Menschenmassen begrüßt wurde, die finnische und schwedische Flaggen wedelten. Die Route erlebte eine Unterbrechung in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren. Dies geschah aufgrund geringer Passagierzahlen und technischer Unterschiede in den Gleisen zwischen Finnland und Europa. Finnland nutzte Gleisweiten, die breiter waren als der europäische Standard, eine Überbleibsel aus der Zeit, als die nordische Nation Teil des Russischen Großduchseyns im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert war. Aktuell vollzog Finnland die Anpassung der Gleisweiten an den europäischen Standard. Die neue, zweimal täglich durchgeführte Fahrt nach Haparanda dauerte hundert Minuten. Der Zug schlängelte sich entlang der Westküste Finnlands, bevor er die Grenze zwischen den beiden nordischen Nachbarn überquerte. Fahrgäste, die von Haparanda aus weiterreisen wollten, mussten auf einen anderen Zug umsteigen, um weiter nach Süden zu gelangen. Diese Verbindung ermöglichte es Reisenden, per Bahn etwa fünftausend Kilometer von der Algarve in Portugal bis zur nördlichsten Bahnstation Finnlands, Kolari, zu reisen. Diese Strecke galt als die längste Bahnroute Europas. Zudem erlaubte die Verbindung eine rund um die Uhr durchgehende Zugfahrt zwischen den Hauptstädten Helsinki und Stockholm. Der Transportminister Finnlands erklärte, dass die Wiederaufnahme der grenzüberschreitenden Verbindung den wachsenden Kooperationsgeist zwischen den beiden Ländern zeigte. Elisa Markula, Geschäftsführerin des staatlichen Eisenbahnunternehmens VR, äußerte die Hoffnung, dass die Strecke von einer Renaissance des Bahnverkehrs in ganz Europa profitieren würde. Sie betonte, dass die Passagierzahlen in Finnland stark zunahmen.

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