Der Zulu-König drückte tiefe Reue über ein Video aus, das ihn bei einem Streit mit seiner Ehefrau zeigte. Das Material enthielt Aussagen, in denen er eine Reihe von Beleidigungen und Drohungen gegen die Königin Nomzamo Myeni richtete. Im Video bedrohte König Misuzulu kaZwelithini, die Königin körperlich anzugreifen, beschuldigte sie einer Affäre und erklärte, er wolle sie aus dem Haus entfernen.
Die Königin erschien in der Aufnahme und schwieg bis zum Ende, als sie erklärte: „Dies ist das Leben, das ich lebe, Tag und Nacht.“ Im Anschluss veröffentlichte das Büro des Königs eine Stellungnahme, in der er die entstandenen „Schmerzen“ und „Verlegenheit“ in den königlichen Kreisen sowie in der breiteren Zulu-Ethnie anerkannte. Es wurde klargestellt, dass die Aufzeichnungen historischer Natur seien und die gegenwärtigen Umstände im Königshaus nicht widerspiegelten.
Im Video kritisierte der König seine Ehefrau, mit der er im November des Vorjahres verheiratet worden war, für Ausflüge ohne seine Erlaubnis. Er erklärte ihr: „Sie ist ohne meine Erlaubnis draußen. Wenn man eine Ehefrau ist, fragt man um Erlaubnis. Sagen Sie zumindest Ihrem Ehemann Bescheid.“ Nachdem er die Königin wiederholt beleidigt hatte, teilte er ihr mit, dass er eine Freundin für sie habe und sie aus dem Haus solle.
Die Veröffentlichung des Videos erfolgte in einer Zeit, als der König und die Königin offiziell eine Gruppe von Politikern empfingen. Die königliche Familie merkte an, dass die „schwierigen Umstände“, die im Video festgehalten wurden, durch „Versöhnung“ und „Reflexion“ ersetzt worden seien. Der König, der als „Löwe der Nation“ galt und die Traditionen der königlichen Macht verkörperte, blieb zwar zeremoniell, besaß jedoch erheblichen Einfluss, gestützt durch ein jährliches staatlich finanziertes Budget.
Das Video erzeugte in den sozialen Medien eine scharfe Spaltung. Einige Anschuldigten den König, abfälliges und unwürdiges Verhalten gezeigt zu haben, während andere die Königin dafür kritisierten, private Angelegenheiten öffentlich zu machen. Ein Journalist aus Südafrika bemerkte, dass die Königin gezwungen gewesen sei, die Aufnahmen zu machen, um ihre Situation darzulegen. Die Situation verdeutlichte die tief verwurzelte patriarchalische Struktur der Zulu-Gesellschaft und die hohen Raten der Gewalt gegen Frauen in Südafrika.