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Wissenschaft

Zwei italienische Taucherkörper in Maldiven gefunden

Nach zwei Stunden Operationen gelang die Bergung der Überreste in der Unterwasserhöhle

Zwei italienische Taucherkörper, die bei einem Tauchunfall in den Maldiven ertranken, wurden erfolgreich aus einer Unterwasserhöhle geborgen. Lokale Behörden teilten mit, dass die Überreste durch Spezialisten aus Finnland aus der dritten Kammer der Höhle entnommen worden seien. Die Bergungsaktion dauerte zwei Stunden und erfolgte nach einem Unfall am Donnerstag nahe dem Vaavu-Atoll.

Die beiden Körper wurden anschließend in die Hauptstadt Male gebracht, um die Identifizierung vorzunehmen. Sie waren Teil von fünf Personen, die im Unfall ums Leben kamen, wobei zwei Körper innerhalb der Höhle verblieben. Der erste Körper eines italienischen Tauchers, der Mitglied der Gruppe war, wurde kurz nach dem Unfall geborgen. Er wurde von der italienischen Presse als Manager für Bootsoperationen und Tauchlehrer Gianluca Benedetti identifiziert.

Am Samstag starb ein maldivischer Rettungstaucher während der Suche nach den vermissten Körpern. Die vier vermissten Taucher wurden schließlich am Montag von finnischen Tauchern in der Kammer gefunden, die am weitesten vom Eingang entfernt lag. Diese Höhle, lokal als „Haifenkav“ bekannt, reichte bis zu sechzig Meter Tiefe. Die Bergung der verbliebenen zwei Körper begann am Mittwoch erneut, und ein maldivischer Beamter hoffte auf eine erfolgreiche Entnahme am selben Tag.

Die Rettungsaktion gestaltete sich komplex, bedingt durch die Tiefe der Höhle sowie den Mangel an Platz und Sicht. Der Eingang zur Höhle befand sich auf einer Tiefe von 47 Metern, während die verschiedenen Kammern unterschiedliche Tiefen aufwiesen. Die finnischen Spezialisten arbeiteten zunächst mit der örtlichen Polizei und dem Küstenwachtdienst zusammen. Nachdem das spezialisierte Team die beiden Körper auf eine Tiefe von 30 Metern gebracht hatte, übernahm der Küstenwachtdienst die weitere Operation.

Die Ursache des Unfalls blieb unklar, doch die Entdeckung der Körper versprach Hinweise auf die Unfallursache. Die Universität von Genua, zu der vier der Taucher gehörten, lehnte die Genehmigung für jegliche Tiefsee-Tauchen im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Forschung ab. Eine Sprecherin erklärte, dass die von ihnen eingereichten Anträge außerhalb des durch die Universität autorisierten Missionsrahmens lagen. Die Tauchgänge erfolgten „in persönlicher Weise“ und waren nicht Teil der Forschung. Dies führte zu Kritik seitens von Familienangehörigen der beteiligten Wissenschaftler, die die Aussage der Universität als unberechtigt empfanden.

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